{"id":563,"date":"2011-11-21T08:43:18","date_gmt":"2011-11-21T06:43:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.judo-niederstetten.de\/cms\/?p=563"},"modified":"2018-05-20T11:35:14","modified_gmt":"2018-05-20T09:35:14","slug":"nominierung-zur-kata-europameisterschaften-23-10-2011","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.judo-niederstetten.de\/cms\/nominierung-zur-kata-europameisterschaften-23-10-2011\/","title":{"rendered":"Nominierung zur Kata Europameisterschaften 23.10.2011"},"content":{"rendered":"<h2>Heike Betz mit Ihrem Partner Wolfgang Fanderl wurden zusammen mit 11 weiteren Paaren zur Kata-Europameisterschaften in Prag vom 21.10. bis 23.10.2011 nominiert!<\/h2>\n<p>Auf den deutschen Katameisterschaften in Bremen belegten Wolfgang Fanderl und Heike Betz den 3. Platz (Ju-no-kata).<\/p>\n<p>1. Wolfgang Dax-Romswinkel \/ Ulla Loosen (NRW) 478 Punkte<br \/>\n2. Thomas Hofmann \/ Heike Heiler (Pfalz) 455 Punkte<br \/>\n3. Axel Salecker \/ Heike Nocken-H\u00f6pker (Hessen) 445 Punkte<br \/>\n3. Wolfgang Fanderl \/ Heike Betz (W\u00fcrttemberg) 445 Punkte<\/p>\n<h2>Ju no Kata oder Taiso no Kata (Gymnastik-Kata)<\/h2>\n<p>Jigoro Kano stellte im Jahr 1887 die Ju no Kata als Kodokan-Kata vor. Er entwarf die geschmeidigen, flie\u00dfenden Bewegungsabl\u00e4ufe, um die Grundlagen von Angriff und Verteidigung zu lehren. Das Augenmerk ist dabei auf die eigenen Bewegungen und vor allem auf die verschiedenen Stadien des Erhalts und der Wiedergewinnung des eigenen sowie die Zerst\u00f6rung des gegnerischen statischen und dynamischen Gleichgewichts gerichtet (Sichern des \u00e4u\u00dferen und inneren Gleichgewichts durch Konzentration auf das eigene K\u00f6rperzentrum als Voraussetzung f\u00fcr erfolgreiche Judotechnik).<\/p>\n<p>Ju no Kata erleichtert es dem Judoka, durch die harmonische Verbindung mit den Angriffen und Verteidigungen des Partners Atmung und Technik zu schulen und die Grundlagen und Bewegungen des Judo zu erfahren (Kata als Mittel zum Bewegungslernen). Uke und Tori arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander und lernen auf diese Weise voneinander (Moralisches Prinzip des Judo, d.h. gegenseitige Hilfe zu beiderseitigem Wohlergehen; Ji ta kyo ei). Das \u00dcben in gesammelter Aufmerksamkeit schult sowohl den Geist als auch den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Mit ihren stilisierten Angriffen und durch die ausgepr\u00e4gte Darstellung des Nachgebens als Mittel der Verteidigung f\u00fchrt die Ju no Kata Theorie und Praxis zusammen. Sie f\u00f6rdert das allgemeine, judospezifische und aufgabenorientierte Gleichgewichtsgef\u00fchl sowie im Besonderen das Orientierungsverm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Die langsam flie\u00dfenden Aktionen und Reaktionen erfordern ein hohes Ma\u00df an Genauigkeit. Der Handlungsablauf st\u00e4rkt die k\u00f6rperliche und geistige Konzentration sowie die Sensibilit\u00e4t des K\u00f6rpers f\u00fcr Zeit und Raum, lenkt die Aufmerksamkeit durch gleichsam meditative Bewegungs\u00fcbung nach innen und gleicht Anspannung und Entspannung aus, indem er Geschicklichkeit zum Vernichten von Gewalt nutzt. Dadurch entwickeln sich k\u00f6rperliche und geistige Gelassenheit sowie entspannte Wachsamkeit und innere Ruhe.<br \/>\nWeil Ju no Kata verschiedene nat\u00fcrliche, effektive Bewegungen enth\u00e4lt, Bewegungen wie Beugen, Dehnen und Drehen (Tai sabaki) ist sie sehr wirkungsvoll, um den K\u00f6rper rundum zu entwickeln und in einen guten konditionell-technischen Zustand zu bringen. Ju no Kata lockert das R\u00fcckgrat und die Schultern und macht sie beweglich und st\u00e4rkt zugleich die Muskeln des Rumpfes und der Beine. Die Wirkung des Dehnens und Kr\u00e4ftigens wird insbesondere durch Halten der Endposition erreicht.<\/p>\n<p>Ju no Kata weist einen weiteren Vorteil auf. Frauen und M\u00e4nner, Junge und Alte mit oder ohne Judogi k\u00f6nnen sie aus\u00fcben.<br \/>\nDer Kodokan hat Ju no Kata zuletzt im Jahre 1996 \u00fcberarbeitet und standardisiert.<\/p>\n<p>Allgemeines zur Darstellung:<br \/>\nUke und Tori tragen die gesamte Kata sowohl in Angriff als auch in Verteidigung in einem gleichm\u00e4\u00dfigen, unver\u00e4nderlichen Rhythmus und ohne Unterbrechung mit weichen langsam flie\u00dfenden jedoch keinesfalls schlaffen Bewegungen bis zur Aufgabe (maitta) vor.<br \/>\nIm zielstrebigen Gegeneinander der Aktionen von Uke und Tori geht Genauigkeit vor Schnelligkeit und Krafteinsatz.<br \/>\nUke greift zwar langsam aber doch deutlich mit ernsthaften St\u00f6\u00dfen, Drehungen, Griffen und Stichen an, die ein wirksames Ma\u00df an Kraft und Willen erkennen lassen.<\/p>\n<p>Tori achtet stets darauf, Ukes Angriffen nicht zu fr\u00fch auszuweichen. Er leitet die gegnerische Kraft weiter und um und verdeutlicht die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit seiner Bewegungen. Dabei wendet er Tai sabaki (K\u00f6rperdrehungen) in der Art und Weise an, wie ein Torero einem Stier im letzten Augenblick mit Geschicklichkeit und List und stets selbst im Gleichgewicht ausweicht.<\/p>\n<p>Tori zielt letztlich darauf ab, Ukes Beweglichkeit unter Wahrung der eigenen Stabilit\u00e4t erkennbar einzuschr\u00e4nken und ihn so aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er sich in der Endphase nicht mehr oder nur noch wenig bewegen kann.<\/p>\n<p>Tori und Uke ergreifen niemals den Stoff des Judogi. Beide fassen kraftvoll und fest wie eine Kinderhand zu, die sich an die Form des gehaltenen Gegenstandes anpasst.<\/p>\n<p>Ukes Aufgabezeichen besteht aus einmaligem Abschlagen oder einem kurzen Zur\u00fccksetzen des rechten oder linken Fu\u00dfes.<\/p>\n<p>Quelle: <a title=\"Judobund\" href=\"http:\/\/www.bjv-judo.de\/DEM2003\/Kata2005\/junokata.htm\">http:\/\/www.bjv-judo.de\/DEM2003\/Kata2005\/junokata.htm<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.judo-niederstetten.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20111021_europakatameisterschaften.pdf\">PDF Nominierung zur Kata Europameisterschaften 23.10.2011<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heike Betz mit Ihrem Partner Wolfgang Fanderl wurden zusammen mit 11 weiteren Paaren zur Kata-Europameisterschaften in Prag vom 21.10. bis 23.10.2011 nominiert! Auf den deutschen Katameisterschaften in Bremen belegten Wolfgang Fanderl und Heike Betz den 3. Platz (Ju-no-kata). 1. 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